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Wie es damals war

Womit haben Sie früher gespielt? Wie war Weihnachten in der Nachkriegszeit? Wie war Ihre Schulzeit? Diese und viele andere Fragen beantwortete Leopold Haschka geduldig den Schülern und Schülerinnen der 4. Klasse, die im Heimat-und Sachunterricht gerade das Thema „Unsere Heimat zur Zeit des 2. Weltkriegs“ durchnehmen.

Was hat sich in der Region heute vor 70 Jahren abgespielt, als die amerikanische Armee nach Süden vorrückte? Woran erinnert man sich heute noch? Wenige Zeitzeugen sind es, die darüber berichten können. Leopold Haschka ist einer von ihnen, denn er war damals vier Jahre alt, als der Krieg zu Ende war. Er hat die Bilder noch immer genau im Gedächtnis. "Ich habe das nie vergessen, als ob das alles gestern gewesen wäre", erzählt er den gebannt lauschenden kleinen Zuhörern.

Der rüstige Rentner nahm sich auch viel Zeit und berichtete auch von seiner Schulzeit in Innernzell, als es noch „Tatzen“ gab, aber die Lehrer noch Honoratioren im Dorf waren. Er berichtete davon, dass er zwar eine arme Kindheit hatte, die mit vielen Entbehrungen verbunden war, denn es gab wenig zu essen damals, dass er sich aber an viele glückliche Momente erinnere, die er in Asberg verbringen durfte. Zur Veranschaulichung brachte er alte Schulranzen, Holzschuhe, Griffel und Schiefertafel mit, auf denen sich die Kinder im Schreiben ausprobieren konnten.

Zwei Stunden vergingen wie im Flug und als sich die Klassensprecher mit einem Geschenk bei Herrn Haschka bedankten war man sich einig, dass gerade durch Zeitzeugen und ihre Berichte Geschichte lebendig werden kann.