Pädagogisches Konzept

Pädagogisches Konzept der offenen Ganztagsschule

1. Allgemeines

Das vorliegende Konzept wurde für die Grundschule Innernzell-Schöfweg verfasst und ist für eine OGTS-Gruppe bis 16:00 Uhr gültig.

Schulleitung: Corinna Lang, Rin (verantwortlich)

Ansprechpartnerin für Ganztagsfragen: Elfriede Grassinger (Erzieherin), Corinna Lang, Rin

Päd.Mitarbeiterinnen: Christa Marx (Kinderpflegerin), Anja Moser (Erzieherin), Julia Jensch (Praktikantin)

2. Konzept der Gruppen im offenen Ganztag

Im nachfolgendem Abschnitt werden verschiedene Aspekte zum offenen Ganztag näher dargestellt. Dazu wird zuerst auf die Erziehung, Bildung, Betreuung sowie Freizeitgestaltung im offenen Ganztag eingegangen, während danach die Punkte Mittagsverpflegung und Raumkonzept näher behandelt werden.  

2.1 Erziehung, Bildung, Betreuung sowie Freizeitgestaltung

2.1.1 Zusammensetzung der Schülerschaft

Die Schülerinnen und Schüler des offenen Ganztags setzen sich aus verschiedenen sozialen Schichten zusammen. Eine eindeutige Zuteilung ist nicht möglich. Betreut werden sowohl Schüler aus sozial stärkeren als auch sozial schwächeren Schichten. Ebenso unterscheidet sich auch der Förderbedarf der Kinder. Viele Schülerinnen und Schüler weisen jedoch erhöhten Förderbedarf auf. Aus diesem Grund werden Auffälligkeiten und Besonderheiten mit der jeweils zuständigen Lehrkraft abgesprochen.  

2.1.2 Allgemeine Zielsetzung bzw. Schwerpunkte des offenen Ganztags

Die Struktur und Angebote des offenen Ganztags richten sich nach der Bedürfnislage der Schüler. Ihnen wird Zeit und Raum gegeben sich nach dem Unterricht zu erholen und sich zu entspannen. Gerade bei Grundschülern spielt es eine bedeutende Rolle sich nach Unterrichtsende austoben zu können, bevor weiter an den Hausaufgaben gearbeitet wird.

Zudem bietet der offene Ganztag eine gute Möglichkeit zwischenmenschliche Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Ebenso können soziale und personelle Kompetenzen entwickelt und gefördert werden, was zur Entwicklung einer gesellschaftsfähigen Person eine zentrale Rolle spielt.

Eigene Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler können durch spezifische Maßnahmen entwickelt und gefördert werden. Durch die Angebote des offenen Ganztags werden gezielt kognitive und physische Fertigkeiten gefordert und gefördert. Des Weiteren bietet der offene Ganztag durch die Hausaufgabenbetreuung die Möglichkeit, das Gelernte zu vertiefen bzw. zu wiederholen. Durch die Begleitung der pädagogischen Fachkräfte in der Studierzeit, haben die Schüler einen Ansprechpartner bei komplexen Aufgabenstellungen. Das Fachpersonal gibt den Kindern Hilfestellung, achtet jedoch auf Selbstständigkeit.  

2.1.3 Zeit, Organisation und Struktur der Hausaufgabenbetreuung/ Studierzeit

In der Zeit von 12:00 Uhr bis max. 15:00 (je nach Unterrichtsschluss) findet die Hausaufgabenzeit statt. Dazu werden die Kinder des offenen Ganztags in zwei Gruppen aufgeteilt: 1./2. Klasse und 3./4. Klasse

Damit sich die unterschiedlichen Schülergruppen nicht gegenseitig beeinträchtigen, begeben sie sich in zwei unterschiedliche Klassenzimmer, die dem offenen Ganztag zur Verfügung stehen. In diesen bereitgestellten Zimmern herrscht eine feste Sitzordnung. Wie im vorherigen Abschnitt bereits angesprochen, werden die Gruppen von jeweils zwei pädagogischen Fachkräften begleitet, die Hilfestellung leisten können.

In der Zeit bis 15:00 Uhr sollen, wenn möglich, alle Aufgaben erledigt werden. Sollte ein Schüler keine Hausaufgaben aufhaben, so bekommt er Zeit eine gewünschte Lerneinheit selbst zu vertiefen. Bei erheblichen Schwierigkeiten bzw. Auffälligkeiten des Schülers hinsichtlich des Verhaltens oder eines Lerninhaltes wird Kontakt zur jeweiligen Lehrkraft  aufgenommen.

2.1.4 Ausgestaltung pädagogischer Angebote/ Förder- und Neigungsangebote/ Mittagszeit

Grundsätzlich besteht für die Kinder täglich die Möglichkeit ihre kognitiven, physischen und sozialen Fähigkeiten zu entwickeln. In regelmäßigen Abständen bietet das Team der offenen Ganztagsschule Innernzell jedoch größere pädagogische Angebote an.

Diese werden im Vorfeld ausführlich im Team geplant und organisiert. An dem stattfindenden Tag findet keine Hausaufgabenbetreuung statt, damit ausreichend Zeit zur Durchführung des Angebots besteht. Die Erziehungsberechtigten werden frühzeitig über Datum, Ablauf und nicht stattfindende Hausaufgabenbetreuung informiert. Ob eine Schülerin oder ein Schüler an diesem Angebot teilnimmt, obliegt der Entscheidung der Erziehungsberechtigten. Im Falle einer Nicht- Teilnahme muss das Kind rechtzeitig von der Nachmittagsbetreuung abgeholt werden.

Ziel dieser Angebote ist es, den sozialen Kontakt zwischen den Schülerinnen und Schülern zu stärken und zu fördern. So gibt es z.B. am Schuljahresanfang einen „Schön- dass- du- da- bist- Aktionstag“, an dem verschiedene Spiele gespielt werden. Dadurch können die Kinder sich gegenseitig aber auch das Personal des offenen Ganztags kennenlernen. Des Weiteren wird bei allen Angeboten darauf geachtet, dass die Neigungen und Begabungen der Schüler berücksichtigt und miteingebaut werden. Durch diese Maßnahme soll das Selbstvertrauen der Kinder gestärkt und Wertschätzung entgegengebracht werden.

Kleinere pädagogische Angebote bei denen es keiner Anmeldung bedarf, orientieren sich an verschiedenen Faktoren, wie z.B. Interessen, Bedürfnislage und Wünsche der Kinder. Diese Maßnahmen werden im Rahmen des Freispiels von den Mitarbeitern des offenen Ganztags durchgeführt. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass kleinere und größere Angebote sowie das Freispiel fast immer in der Natur stattfinden. Die Betreuungsräume werden nur in Ausnahmefällen (z.B. bei Regen) genutzt.

Wie bereits erwähnt, beginnt die Mittagszeit um 11:30 Uhr. Während dieser Zeit müssen zuvor aufgestellte Regeln, wie z.B. Tischdienst, von den Schülern eingehalten werden.  Letzteres findet im wöchentlichen Wechsel statt. Je zwei Schüler müssen eine Woche lang den Tischdienst absolvieren z.B. Tische abwischen und Stühle zurechtrücken. Die Betreuung der Schülerinnen und Schüler während des Mittagessens wird täglich vom pädagogisch geschulten Personal übernommen.  

2.2 Mittagsverpflegung

Das von Montag bis Donnerstag stattfindende Mittagessen wird von der Metzgerei Ertl, die ihren Sitz in Innernzell hat, angeboten. In der Zeit von 11:30 Uhr bis ca. 13:30/ 13:45 Uhr können die Kinder für 4,00 € ein täglich wechselndes Gericht zu sich nehmen. (Die Abrechnung für die Verpflegung erfolgt monatlich per SEPA-Lastschrift)

Der Essensraum der Schule befindet sich Parterre, direkt am Haupteingang der Lehrer und bietet Platz für ca. 20 Schüler.

Die Bereitstellung, Ausgabe, Abrechnung und Betreuung des Mittagessens wurde im Zusammenwirken von Kommune, Schulleitung und Kooperationspartner festgelegt.

Während des Mittagessens übernehmen die Mitarbeiter des offenen Ganztags die pädagogischen Aufgabenbereiche bzw. Aufsicht. Dazu gehört unter anderem das Einhalten der zuvor aufgestellten Regeln, wie z.B. Tischdienst, Lautstärke und Handyverbot.

2.3 Raumkonzept

Das offene Ganztagsangebot findet in den Räumen der Grundschule Innernzell statt. Dem offenen Ganztag stehen insgesamt vier Räume zur Verfügung, die zur Betreuung genutzt werden. Diese befinden sich sowohl im Erdgeschoss der Schule, als auch im ersten Obergeschoss.

Zudem findet die Hausaufgabenbetreuung der Grundschule in zwei getrennten Klassenzimmern statt. Das Klassenzimmer der Grundschüler befindet sich ebenfalls im Obergeschoss der Schule.