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Musikalischer Hoagarten von Erfolg gekrönt

Eine gut gefüllte Aula in der Grundschule in Innernzell zeigte, dass auch im 22. Jahr der traditionelle Hoagarten seine Anziehungskraft nicht verloren hat. Die auf-spielenden Gruppen und Sänger schafften es auch heuer erneut, die Zuhörer in ihren Bann zu ziehen. Reichhaltiger und andauernder Applaus war der verdiente Lohn für einen unterhaltsamen und kurzweiligen Abend.


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Zweiter Bürgermeister Herz Xaver begrüßte die Musiker und die Zuhörer und überbrachte auch die guten Wünsche des kurzfristig erkrankten ersten Bürgermeisters, Josef Kern. Vor allem zeigte er sich erfreut, dass in diesem Jahr gleich mehrere Gruppen aus der Gemeinde selbst unter den Teilnehmern waren. Er dankte den beiden Veranstaltern, der FF Gmünd und den Zentinger Bergwaldtanzler für das große Engagement und ein besonderer Dank ging an den langjährigen Moderator und Koordinator, Anton Augustin, der im Anschluss die Gruppen einzeln vorstellte und in gewohnter Weise mit lustigen Geschichten durch die Veranstaltung führte.

Nichts passte besser an den Beginn, als eine richtige Blechmusik, begleitet von einer Quetsch`n, wie die Innernzeller Dorfmusi mit dem „Nepomuk Marsch“, „Owei zw. 11e und ½ 12e“ und „Mondschein an der Eger“. Dann folgte mit dem Simon Duschl ein junger Musiker aus Gneisting, der auf seiner Diatonischen die Stücke „In Feierstimmung“ und die „Kainzpolka“ gekonnt vortrug. Trotz des ersten Auftritts war bei ihm kein Lampenfieber erkennbar, eher schon beim Familienanhang. Danach zeigte die Gruppe Vielharmonie aus Loh bei Auerbach, dass auch die Geige zur Volksmusik gehört. Begleitet von einer Steirischen und einer Gitarre entlockte die Spielerin ihrem Instrument bei den Stücken „Demer Boarischer“ und „Am Grundlsee“ flotte und einfühlsame Melodien. Im Anschluss traten dann schon „alte Hasen“, nämlich der Körbezäuner Dreigesang aus Winzer auf, die schön öfters ihr Können unter Beweis gestellt hatten. Begleitet von einem Akkordeon beschrieben sie mit den Stücken „Mir kemma zum Hausiern“ und „Heut hat`s von unserm Lindnbam“ das Leben des Hausierers und den Jahreslauf der Linde. Trotz ihrer - wie sie selbst erwähnten - gemeinsamen 290 Jahren, dies sie auf dem Buckel haben, waren ihre Stimmen klar und harmonisch im stillen Rund der Halle zu vernehmen.

Dann wurde es wieder etwas lauter, als die Innernzeller Einheizer mit der Steirischen und der Klarinette loslegten. Beide traten auch nicht zum ersten Mal auf und zeigten wiederum eine große Leistung mit den Liedern „Land Tirol die Treue“ und dem „Alten Holzknecht“. Es war klar, dass die beiden jungen Burschen bei ihrem „Heimspiel“ gehörig Applaus einheimsten. Im Anschluss daran folgte das Trio Ingrid, Regina und Franz aus Seiboldsreut, Haselbach und Schaufling, die sich bei den Titeln „D`Ochsn“ und „Im greana, grean Gras“ auf der Steirischen und der Gitarre selbst begleiteten. Irgendwie hatten es die drei an diesem Abend mit Tieren, da sie auch im zweiten Teil davon zu singen wussten. Fredl Philipp aus Innernzell zeigte dann auf der Steirischen, was er schon auf dem Kasten hat. Mit der „Feuerwehrpolka“ und dem „Augenstern“ konnte er das Publikum begeistern.

Sabrina und Marianne Göttl aus Grainet, ebenfalls schon mehrmals dabei, zeigten mit ihren Stücken „Da Fuhrmann“ und „Da himmlische Vater“, dass bei ihnen die Musik aus dem Herzen kommt. Trompete, Diatonische und dazu harmonischer Gesang, Herz was willst du mehr!

Die Zentinger Bergwaldtanzler zeigten mit dem „Tanz für Tante Henriette“ und der „Krebspolka“ wieder einmal schwierige Tanzfiguren und schwungvolle Dreher, die sie gekonnt darboten. Den Abschluss des ersten Teils machten dann die Duwagl-Musi aus Schaufling und Hengersberg, die mit der Steirischen, der Gitarre und dem Kontrabass den „Neumüller-Boarischen“ und der „Poxauer Polka“ die Zuhörer in die Pause verabschiedeten.

Den Start zum zweiten Teil gaben dann wieder die Innernzeller Dorfmusi mit der „Lottchen-Polka“ und den „Waidler Melodien“. Simon Duschl war gleich wieder „voll drauf los“ und beim „Vierteljahrhundertwalzer“ zeigte er sein großes Können erneut. Der Körbezäuner Dreigesang besang im Anschluss das Leben des „Bauernstands“ und wie es sein könnte „wann i amoi gstoam bin“ Fredl Philipp ließ die „lustige Harmonikapolka“ erklingen und dann zeigte er mit „der Russische“, dass er neben der Steirischen auch auf dem Akkordeon bewandert ist. Ingrid, Regina und Franz ließen die nächsten zwei Tiere, nämlich „Woidtauber“ und „Saulocker“ erklingen und die Innernzeller Einheizer spielten im Anschluss „s´Bacherl“ und „Silbermond“.

Die Zentinger Bergwaldtanzler zeigten nochmals ihr Können mit den zwei Tänzen „De Kolom“ und „Wolgaster“, in denen ersichtlich war, dass das Einstudieren der verschiedenen Figuren sicherlich nicht von heute auf morgen erfolgt war, denn sonst wären sie mit Gewissheit nicht so sicher und gekonnt dargeboten worden.

Sabrina und Marianne Göttl brachten dann den „Gretl Boarischen“ und bei „Schau, schau, wias renga duat“ waren auch einige Stimmen aus dem Publikum zu hören, die in den  harmonischen Gesang der beiden mit einstimmten.

Vielharmonie zeigte nochmals mit den Stücken „Liesinger Brautwalzer“ und „Grad für uns“, dass nicht nur die Zillertaler die Geige beherrschen, sondern auch die Bayerwäldler.

Den Schlusspunkt setzte dann die Duwagl-Musi mit dem „Woidheisl“.

Auch nach dem Programmende ließen es sich die Musiker nicht nehmen, noch weitere Musikstücke darzubieten, so dass erst um Mitternacht die Lichter ausgingen und die Besucher mit dem Bewusstsein heim gingen, dass sie auch heuer wieder einen gelungenen und kurzweiligen Abend genossen hatten. 

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