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Für den Patenverein ins Dschungelcamp

Leicht gemacht hatte es die Feuerwehr Hilgenreith ihren Kameraden aus Innernzell nicht. Diese kamen mit Fahnenmutter Maria Kern, Blaskapelle, zwei prächtigen Pferdegespannen und einer großen Anzahl an Mitgliedern zum Dorffest in den Nachbarort. Sie hatten einen wichtigen Termin. Es musste die Hilgenreither Wehr überzeugt werden, das Patenamt für die Jubiläumsfeier im nächsten Jahr zu übernehmen.

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Doch schon an der Dorfgrenze kam der Tross ins Stocken. Vorstand Matthias Groß sowie erster Kommandant Johannes Weber und zweiter Kommandant Hermann Beham hatten einen großen Baumstamm über die Straße gelegt. Die Kommandanten der Innernzeller Feuerwehr Michael Schwankl und Robert Straßer sägten ihn mit Muskelkraft in zwei Teile und der Weg zum Festzelt war frei. Auf dem Dorffest warteten nun weitere Prüfungen auf die Innernzeller Feuerwehr.

Zunächst durften zwei Vertreter der Innernzeller als Bedienungen auf dem Fest aushelfen, eine Aufgabe, die mit Schürze und bunten Schleifchen im Haar mit Bravour erledigt wurde. Richtig hart wurde es aber, als Fahnenmutter Maria Kern, Vorstand Johann Straßer und Kommandant Michael Schwankl ins Woid-Camp mussten. Ähnlich den Dschungelpürfungen galt es hier zu erraten, was die Hilgenreither Feuerwehr ihren Kameraden zu essen vorsetzte. Sie meinten es zwar gut, es war durch die Bank schmackhafte bayerische Hausmannskost, allerdings gut püriert, inklusive Soßen, Beilagen und Salat. Doch die Innernzeller Kandidaten ließen sich nicht lumpen und leerten brav ihre Schüsseln. Mit jedem erratenen Essen konnten sie die Zeit des unvermeidlichen Scheitel knien etwas verkürzen. Feuerwehrliches Geschick mussten die Kommandanten anschließend im Umgang mit der Spritze beweisen und mit dem Wasserstrahl Dosen umwerfen.

Dann wurde es ernst und das Holzscheit stand bereit. Nur für Fahnenmutter Maria Kern hatten die Kavaliere aus Hilgenreith die scharfe Kante etwas abgeflacht. Aber schließlich verkündeten Vorstand Matthias Groß und Kommandant Johannes Weber, dass sie das Patenamt gerne übernehmen wollen. Somit waren die Innernzeller erlöst und sind in ihren Vorbereitungen zum großen Fest am 25. bis 27. Mai 2018 ein gutes Stück näher gekommen.