Details

Sonnwendfeuer

müssen angemeldet werden. So geht es:

Brauchtumsfeuer dienen nicht dem Verbrennen von Abfällen, sondern der Brauchtumspflege. Sie sind insbesondere dadurch gekennzeichnet,

  • dass eine in der Ortsgemeinschaft verankerte Glaubensgemeinschaft, Organisation oder ein Verein das Feuer unter dem Gesichtspunkt der Brauchtumspflege ausrichtet und das Feuer im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung für jedermann zugänglich ist,
  • dass ein Großfeuer angelegt wird, das sicherlich die Dimension eines Privatgartens sprengen würde,
  • dass es am bzw. um den Brauchtumstermin stattfindet.

Als Brauchtumsfeuer sind nur das Osterfeuer, das Maifeuer und das Johannisfeuer (Sonnwendfeuer) bekannt. Die Abhaltung eines der vorgenannten Brauchtumsfeuer in einem privaten Garten ist vom Sinn und Zweck des Brauchtums und seines Anlasses ausgeschlossen.

 Brauchtumsfeuer sind für die Öffentlichkeit ausgerichtet und dienen der Vergnügung. Derartige Veranstaltungen sind nach Art. 19 Abs. 1 Landesstraf- und Verordnungsgesetz -LStVG- der zuständigen Gemeinde spätestens 1 Woche vorher schriftlich anzuzeigen.

Die Anzeige muss folgende Angaben enthalten:

  • Name, Vorname, Anschrift, Telefonnummer der verantwortlichen Person(en), die das Brauchtumsfeuer durchführen möchte(en)
  • Art der Veranstaltung
  • Ort der Veranstaltung (Flurnummer und Gemarkung)Datum und Uhrzeit der VeranstaltungZahl der zuzulassenden Teilnehmer

Bei der Durchführung eines Brauchtumsfeuers ist außerdem folgendes zu beachten:

  • Die Durchführung von Brauchtumsfeuern in Landschaftsschutzgebieten ist erlaubnispflichtig. Die notwendige Erlaubnis ist rechtzeitig vorher zu beantragen.
  • Im Rahmen der Brauchtumsfeuer dürfen nur trockener Ast- und Strauchschnitt und unbehandeltes Holz verbrannt werden. Behandeltes oder beschichtetes Holz, insbesondere Bau und  Abbruchholz, Europaletten, Gartenzäune, Fensterrahmen usw., Sperrmüll, Gartenabfälle, Papier und Kartonagen, Hausmüll, Altreifen und sonstige Abfälle dürfen nicht verbrannt werden. Die Praxis hat leider gezeigt, dass sog. „Brauchtumsfeuer“ auch zur widerrechtlichen Abfallentsorgung missbraucht wurden. Das Landratsamt weist ausdrücklich darauf hin, dass bei Einsatz von unzulässigem Material von einer widerrechtlichen Abfallentsorgung auszugehen ist. Diese kann im Rahmen der Abfallgesetze in Verbindung mit dem Ordnungswidrigkeitengesetz mit Geldbuße belegt werden.